Philosophie/ Praktische Philosophie

Beschreibung:

Kinder scheinen auf den ersten Blick die wahren Philosophen zu sein, denn Kinder stellen Fragen, sind neugierig und wundern sich über die Welt. Im Philosophieunterricht wollen wir einüben, diese Haltung nicht zu verlernen und Fragen zu stellen. Doch uns treiben nicht die einfachen und speziellen Fragen, uns treiben die grundlegenden Fragen der Menschheit.
Immanuel Kant hat als wichtigste Fragen folgende genannt: Was kann ich wissen? Was darf ich hoffen? Was soll ich tun? Was ist der Mensch?
Diese und viele weitere Fragen untersuchten Philosophen früher und untersuchen sie heute. Das Fach Philosophie setzt sich mit den Antworten, mit unseren, als Produkt des eigenständigen Philosophierens, und mit den Texten der Philosophen auseinander. Dabei wird deren argumentativer Begründungszusammenhang untersucht und kritisch hinterfragt. Ausgehend von Fragen sollen Antworten auf ihre Tragfähigkeit geprüft und beurteilt werden.
Methodisch geschieht das z. B. im kommunikativen und dialogischen Handeln nach dem Vorbild des Sokratischen Gesprächs, in der Auseinandersetzung mit Dilemma-Geschichten, mit Gedankenexperimenten und im argumentativen Umgang mit Texten.
Philosophieren heißt, den eigenen Standpunkt logisch begründen, andere Standpunkte zu prüfen und zu würdigen und bereit zu sein, andere Perspektiven einzunehmen. So trägt das Fach nicht nur zur eigenen Persönlichkeitsbildung, sondern auch zu einem offenen und toleranten Miteinander bei.

 

Fachschaft:

Vorsitz:

stv. Vorsitz:

Mitglieder: Herr Gronwald, Herr Alca

 

Das Fach Praktische Philosophie in der Sekundarstufe I

Existentielle Fragen unseres Lebens und Miteinanders werden nicht nur im Fach Religion behandelt, auch das Fach Praktische Philosophie widmet sich diesen Fragen. Es nehmen diejenigen Schülerinnen und Schüler teil, die nicht den konfessionellen Religionsunterricht besuchen, weil sie keiner Konfession angehören, denen ein Unterricht in ihrer Religion nicht geboten werden kann oder bei denen eine Abmeldung vom Religionsunterricht aus Gewissensgründen vorliegt.

Inhalte Sek I 

Fragenkreise

Die drei Perspektiven werden bezogen auf die verschiedenen Fragenkreise des Unterrichts. Diese sind an einem umfassenden Handlungsbegriff orientiert, der die rationalen und emotionalen Quellen des Handelns, seine Ziele, Folgen und Nebenfolgen einschließt.

Diese Aspekte lassen sich zu sieben fachlich zentralen und für den Unterricht konstitutiven Fragenkreisen bündeln:

  1. Die Frage nach dem Selbst
  2. Die Frage nach dem Anderen
  3. Die Frage nach dem guten Handeln
  4. Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft
  5. Die Frage nach Natur, Kultur und Technik
  6. Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien
  7. Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn.

In der Auseinandersetzung mit der Thematik der sieben Fragenkreise erwerben Schülerinnen und Schüler Kenntnisse in der Leitwissenschaft Philosophie und den Bezugswissenschaften Religionswissenschaft, Psychologie und Soziologie. Dabei werden religionswissenschaftliche Grundkenntnisse über die großen Religionen erworben unter besonderer Berücksichtigung ihrer Wertekategorien und des daraus resultierenden Menschenbildes.

Unterrichtsvorhaben

In der folgenden Übersicht sind die Unterrichtsvorhaben in der Sekundarstufe I aufgeführt. In Klammern sind die Fragenkreise angegeben.

° Klasse 5: Ich und mein Leben (1); Gut und Böse (3); Leben von und mit der Natur (5); Vom Anfang der Welt (7)

° Klasse 6: Lüge und Wahrhaftigkeit (3); Kommunikation – Cyber-mobbing (2 + 6); Regeln und Gesetze (4); Leben und Feste in den Reli­gionen (7)

° Klasse 7: Gefühl und Verstand (1); Begegnung mit dem Fremden (2); Recht und Gerechtigkeit (4); Ethische Grundsätze in den Religionen (7)

° Klasse 8: Lust und Pflicht (3); Gewalt und Aggressionen (3); Technik – Nutzen und Risiko (5); Wahr und falsch? (6)

° Klasse 9: Personale Identität (1); Freundschaft – Liebe –Partnerschaft (2); Völkergemeinschaft und Frieden (4); Fakten oder fake news? Wahrheit und Lüge in den Medien (6)

° Klasse 10: Wissenschaft und Verant­wortung (5); Darf ich Tiere töten, um sie zu essen? (3); Freiheit und Verantwortung (3); Glück und Sinn des Lebens (7)

 

Das Fach Philosophie in der Sekundarstufe II

Muss ich mich heute für die Zukunft verantwortlich fühlen? Welche Grenze hat wissenschaftliches Handeln? Gibt es eine gerechte Welt? – Jeden Tag nehmen wir die Herausforderung wahr, dass Konflikte und Fragen im Alltag, in der Schule und in der Politik unsere Wertvorstellungen in Frage stellen. Die Beschäftigung mit aktuellen Themen, die Auseinandersetzung mit Positionen der philosophischen Tradition und der Dialog mit den Mitschülern erfordern die Bereitschaft, sich auf anspruchsvolle Texte einzulassen, Begriffe exakt zu klären, Lösungsansätze zu vergleichen und differenziert zu bewerten.