Statt Bücherstapel: Digitale Schulbücher am Marie-Curie-Gymnasium Bönen

07.12.2020


Statt Bücherstapel: Digitale Schulbücher am Marie-Curie-Gymnasium Bönen
Gestapelte Schulbücher auf einem Schülertisch.

Wenn Schülerinnen und Schüler von der Grundschule zur weiterführenden Schule wechseln, gibt es einige Veränderungen: neue Klassenkameraden, ein neues Gebäude, neue Lehrerinnen und Lehrer und neue Fächer.

Sanfter Übergang

„Gerade in der 5. Klasse bemühen wir uns um einen sanften Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule“, erklärt Karsten Brill, Koordinator der Erprobungsstufe am Marie-Curie-Gymnasium Bönen. Dazu gehören Projekttage zur Eingewöhnung, Kennenlernnachmittage sowie ein festes Klassenleitungsteam. „Die Fünftklässler haben außerdem häufig Doppelstunden im Stundenplan“, so der Pädagoge. Auf diese Weise haben die Kinder nicht zu viele Fächer an einem Tag.

Aufbewahrung von Schulbüchern im Klassenraum

„Neue Fächer bedeuten auch neue Bücher“, sagt Jana Scheffler, stellvertretende Erprobungsstufenkoordinatorin am MCG. Damit die Schülerinnen und Schüler nicht jeden Tag schwere Schultaschen schleppen müssen, hat die Schule am Billy-Montigny-Platz einige Maßnahmen getroffen.
„In den Klassenräumen gibt es Regale und Schränke, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Materialien lagern können“, erläutert Deutsch- und Kunstlehrerin Scheffler. „Zusätzlich sind dort und auf den Fluren Spinde, die man für einen geringen Betrag mieten kann. „Dort können vor allem schwere Bücher wie zum Beispiel Atlanten aufbewahrt werden und müssen nicht immer hin- und hergeschleppt werden.“

Onlinezugang zu Schulbüchern

Zusätzlich bietet das Marie-Curie-Gymnasium Bönen seit einigen Jahren den Onlinezugang zu allen Schulbüchern in den Hauptfächern an. „Deutsch-, Englisch- und Mathebücher können in der Schule verbleiben“, verdeutlicht Lehrer Michael Heimann die Situation. „Wenn für Hausaufgaben oder zum Üben für Klassenarbeiten das Schulbuch benötigt wird, kann man es zuhause einfach online aufschlagen“, stellt Heimann fest. Es sei dasselbe Buch, nur eben nicht aus Papier. „Je nachdem wie das Angebot von den Schülerinnen und Schüler sowie Eltern angenommen wird, können wir uns auch vorstellen, die Onlineausleihe zu erweitern, zum Beispiel für Französisch- und Lateinbücher“, sagt Heimann.

Zukunft des Lernens

„Bei allen Überlegungen steht die Effizienz des Lernens der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt“, fasst Oberstudienrätin Scheffler zusammen. In einer Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, die immer digitaler wird, könne sich eine Schule dem Fortschritt nicht verweigern – zumal er Entlastung bringe und praktisch sei. Die Zukunft könne also beginnen

Stand vom 7. Dezember 2020, um 13:46 Uhr.