Naturwissenschaften am Marie-Curie-Gymnasium: Experimentelle Physik

20.11.2020


Naturwissenschaften am Marie-Curie-Gymnasium: Experimentelle Physik
Schülerinnen und Schüler des Physikkurses des Marie-Curie-Gymnasiums Bönen experimentieren im Freien.

Nicht immer ist der Klassenraum der Ort des Lernens. Manchmal muss man diesen auch verlassen und im Freien Phänomene genauer untersuchen. Schülerinnen und Schüler des Physikkurses der Jahrgangsstufe 11 führten nun Experimente im „Outdoor-Labor“ durch. Die Schützlinge von Physiklehrer Dr. Thomas Günther bestimmten die Rillengröße auf einer CD durch Experimente nach dem Prinzip des optischen Gitters.

Interesse an Naturwissenschaften wecken

Physiklehrer Dr. Thomas Günther freut sich über die Neugierde und den Wissensdurst der Gymnasiasten. „Interesse an Naturwissenschaften ist nicht selbstverständlich“, erklärt er. Es müsse geweckt und gefördert werden, schon von frühen Jahren an, so der Pädagoge. Das Bönener Gymnasium mache genau dies seit Jahren. Bereits Grundschülerinnen und Grundschüler experimentieren zusammen mit Gymnasiasten am so genannten NaWi-Kids-Tag, an dem die „Großen“ den „Kleinen“ die Naturwissenschaften näher bringen. Die MCG-Mittelstufenschülerinnen und -schüler werden hierfür eigens in einer AG zu MINT-Botschaftern geschult.

In der Mittelstufe gibt es zusätzlich das Differenzierungsfach Naturwissenschaften, in der Oberstufe bietet das Bönener Gymnasium die Fächer Biologie, Physik und Chemie sowie einen vertiefenden Projektkurs in Physik an. Informatik, das ab nächstem Schuljahr ab Klasse 6 unterrichtet wird, kann ebenfalls in der Oberstufe belegt werden.

Lehrer liegt Physik am Herzen

Dr. Günther freut sich, seine Schülerinnen und Schüler auf Entdeckungs- und Forschungsreisen zu schicken. Physik befasse sich nun einmal mit der wissenschaftlichen Erforschung der Natur. Physiker benutzen geeignete mathematische Modelle, um Naturphänomene zu beschreiben. Die Hypothesen der Theoretischen Physik werden durch die Experimentalphysik überprüft. Andererseits entstehen aus unerwarteten experimentellen Resultaten auch wieder neue Theorien. Das Spektrum reicht dabei von Quantentheorie und Teilchenphysik, welche die kleinsten Bausteine der Natur beschreibt, bis zu den Raumzeit-Modellen in Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie für Sonnensysteme, Schwarze Löcher, Galaxien oder für das Universum als Ganzes.

Noch unbeantwortete Fragen

„Längst sind noch nicht alle physikalischen Fragen beantwortet“, erklärt der Physiklehrer. Beispielsweise bei der Beschreibung der Singularitäten in Schwarzen Löchern und der Urknallsingularität versagen alle heute bekannten Gesetze der Physik. Hier müssen ganz neue Theorien entwickelt werden, es bleibe also spannend. Vielleicht werden die Bönener Gymnasiasten später einen Beitrag leisten können.

Physik am Marie-Curie-Gymnasium Bönen

Der Fachbereich Physik am Marie-Curie-Gymnasium Bönen besitzt zwei Fachräume für den Physikunterricht und eine gut ausgestattete, moderne Physiksammlung mit vielen Experimenten. In der Schule werden die Grundlagen für wissenschaftliches Arbeiten gelegt. Die Schülerinnen und Schüler erlernen das Experimentieren, indem sie viele Experimente selbst durchführen. Besonders in der Unter- und Mittelstufe gibt es am MCG zahlreiche Schülerexperimente, z.B. in den Bereichen Elektrizität, Optik, Mechanik, Magnetismus, Thermodynamik oder Kinematik. Mit fortschreitendem Lernprozess können in der Oberstufe dann auch computergestützte Experimente durchgeführt werden. Die Theorie und mathematische Modellierung nimmt einen immer höheren Stellenwert an. Hier werden dann Schwingungen und Wellen, Elektrodynamik, Gravitation und Astronomische Weltbilder, Quantenobjekte, Einsteins spezielle Relativitätstheorie, aber auch Atom und Kernphysik behandelt.

Stand vom 20. November 2020, um 15:59 Uhr.