Kooperationsvertrag zwischen MCG und Gemeindearchiv unterzeichnet

18.06.2015


Kooperationsvertrag zwischen MCG und Gemeindearchiv unterzeichnet
Unterzeichneten den Kooperationsvertrag zwischen MCG und Gemeindearchiv: Barbara Börste und Günther Ahlers (vorne) im Beisein von Barbara Potthoff und Michael Heimann. © Presch

Eine neue Partnerschaft zwischen Marie-Curie-Gymnasium und der Gemeinde Bönen soll vom neuen Schuljahr an den Geschichtsunterricht lebendiger und spannender machen. Gestern unterzeichneten Günther Ahlers, kommissarischer Direktor des MCG, und Gemeindearchivarin Barbara Börste im Gemeindearchiv einen Kooperationsvertrag. Der sieht vor, dass die Schüler des MCG künftig zusammen mit der Gemeindearchivarin und mithilfe des Archivs historische Themen lokal erarbeiten.

In Anwesenheit von Fachbereichsleiterin Barbara Potthoff, Michael Heimann, Vertreter der Fachschaft Geschichte am MCG, und Sch-lern des Leistungskurses Geschichte besiegelten Barbara Börste und Günther Ahlers gestern die Bildungspartnerschaft, die bereits konkrete Themen für die Klassen Sechs und Neun sowie für die Oberstufe vorsieht.

„Geschichte ist als Fach nicht so beliebt“, bekannte Ahlers mit einem Augenzwinkern. Eine Schülerin habe ihm einmal gestanden, Geschichte sei langweilig, weil es da ja nur um tote Menschen ginge. Und Archiv klinge schon ziemlich verstaubt. Dass Geschichtsunterricht im Archiv dennoch spannend sein kann, das wollen die Kooperationspartner jetzt beweisen. Das Projekt geht auf die Initiative Bildungspartner NRW zurück, die die Medienberatung NRW durch langfristige Zusammenarbeit von Schulen und kommunalen Partnern fördert.

„Jeder Mensch hat das Bedürfnis, die eigene Geschichte festzuhalten“, so Barbara Börste. „Archive sind das kollektive Gedächtnis eines Ortes und machen Geschichte in der unmittelbaren Umgebung erfahrbar.“ So könne das Thema Nationalsozialismus den Schülern nähergebracht werden, indem die Frage gestellt wird: Wie war das in Bönen? „Die Zeitzeugen sterben, aber die Dokumente in den Archiven bleiben“, ergänzt Ahlers. „Sie können einen sehr persönlichen Einblick in Geschichte geben.“ Schließlich sei auch heute in Zeiten des Internets nicht alles dort zu finden.

Was eigentlich ein Archiv ist, was man dort finden kann und wie man Quellen recherchiert, das sind die geplanten Themen bei Archivführungen für die Jahrgangsstufe 6 – angebunden an den Vorkurs „Was ist Geschichte“. Die Jahrgangsstufe Neun wird sich mit dem Thema „Wie lebten Juden in Bönen“ beschäftigen und dabei auch einen Rundgang zu den „Stolpersteinen“ mit Barbara Börste machen. Die Oberstufenschüler werden im Archiv das Thema „Gastarbeiter in Bönen“ und die Industrialisierung des Ruhrgebiets erarbeiten.

Stand vom 16. Dezember 2015, um 21:52 Uhr.