Englischprojekt zu den Präsidentschaftswahlen in den USA: Marie-Curie-Gymnasium Bönen zweifach ausgezeichnet

04.11.2020


Englischprojekt zu den Präsidentschaftswahlen in den USA: Marie-Curie-Gymnasium Bönen zweifach ausgezeichnet
Das Ergebnis des U.S. Embassy Election 2020 - Schulprojekts wird bekannt gegeben.

Das Ergebnis der U.S.-Wahlen steht für mehr als 5.000 deutsche und amerikanische Schülerinnen und Schüler bereits fest: Joe Biden wird der 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika heißen. Bei der Online-Abschlussveranstaltung des U.S. Embassy School Election Project 2020 gaben die Schülerinnen und Schüler Bundesstaat für Bundesstaat ihre Prognose zum Wahlausgang ab. Biden wird danach 334 Stimmen erhalten. Donald Trump brachte es bei der Vorhersage nur auf 204 der 538 Wahlmänner und –frauen des Electoral College. Kursinhalte und Lerndesign des Projekts hatten Joannis Kaliampos und Professor Torben Schmidt vom Institute of English Studies der Leuphana Universität Lüneburg entwickelt. Das bundesweite Schulprojekt wurde von der U.S.-Botschaft initiiert.

Prognose für Bundesstaaten

Seit dem Schuljahresbeginn beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler in ihren Englischklassen und -kursen damit, den Ausgang der Wahl richtig vorherzusagen. Jeder teilnehmenden Klasse wurde dazu ein U.S.-Staat zugelost. Die Aufgabe bestand darin, nach eingehender Beschäftigung mit den jeweiligen gesellschaftlichen Themen und den Wahlaussagen der Kandidaten den Wahlausgang für ‚ihren’ Bundesstaat zu ermitteln. Die Prognosen trafen bei vorangegangenen Wahlen schon mehrfach ins Schwarze: Die sehr genauen Vorhersagen zum Wahlausgang waren teilweise besser als manches Polit-Barometer in den USA oder Deutschland.

195 Klassen und Kurse aus ganz Deutschland

Dieses Jahr gaben unter allen Teilnehmern 195 Kurse eine Prognose für ihren Staat bis kurz vor der Wahl ab, sodass für einzelne Bundesstaaten mehrere Prognosen vorliegen. Die Prognosen sind nicht immer einstimmig, aber zu jedem Staat konnte eine Mehrheitsentscheidung ermittelt werden. Die Schülerinnen und Schüler sehen dabei den Herausforderer Biden in mehreren Schlüsselstaaten vor Trump, die dieser 2016 noch für sich entscheiden konnte, etwa in Wisconsin, Pennsylvania oder Florida.

Pennsylvania und Washington

Das Marie-Curie-Gymnasium war mit zwei Englischkursen an den Start gegangen. Der Q1 Englischleistungskurs wagte eine Vorhersage für den schwierigen Swing State Pennsylvania. Die Klasse 8b beschäftigte sich mit dem Staat Washington ganz im Nordwesten der Vereinigten Staaten. Hierzu nahmen sie über das Election Project Kontakt mit gleichaltrigen Schülerinnen und Schülern an der North Whidbey Middle School in Oak Harbor auf.

Marie-Curie-Gymnasium Bönen mit zwei Preisen ausgezeichnet

Die Arbeit hat sich gelohnt: Das Marie-Curie-Gymnasium Bönen wurde gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet: Zum einen erhielt die Klasse den Best Junior Pollsters Award – auf Deutsch in etwa: Preis für die besten jungen Meinungsforscher. Die Schülerinnen und Schüler fragten ihre amerikanischen Schülerinnen und Schüler, wie sie glauben, dass die Wahl ausgehen wird. Diese Informationen analysierten sie und packten sie zusammen mit Informationen zu Whidbey Island in eine Präsentation. Die Jury zeigte sich beeindruckt von den Informationen und der Sprachkünsten der Bönener Gymnasiasten. Stellvertretend für die Klasse nahm Achtklässler Jonathan den Preis live in der Videokonferenz entgegen und bedankte sich vor den zahlreichen Online-Teilnehmern sogar mit einer kleinen Rede auf Englisch – sehr zur Freude der Jury. Die Achtklässler waren mit Abstand die jüngsten Teilnehmer des Projekts.

Transatlantische Kooperation

Für das Projekt wurde das Marie-Curie-Gymnasium zusätzlich mit dem Transatlantic Cooperation Award ausgezeichnet, einem Preis für die transatlantische Kooperation. Die Lehrer, Karsten Brill vom Marie-Curie-Gymnasium Bönen und Donald Jenkins von der North Whidbey Middle School in Oak Harbor, Washington, sind auf jeden Fall stolz auf ihre Schützlinge und planen, die Zusammenarbeit fortzusetzen.

Projekt zur US-Wahl bereits zum vierten Mal

Das US Embassy School Election Project 2020 ist eine Weiterentwicklung eines bereits zu den Präsidentschaftswahlen 2008, 2012 und 2016 von der US-Botschaft in Berlin ausgerichteten Projekts. Das innovative Curriculum für das Projekt entwickelten ein Projektteam der US-Botschaft, der Berliner Bildungsorganisation LIFE e.V. und des Institute of English Studies der Leuphana Universität Lüneburg. Mit Unterstützung des Transatlantic Outreach Program beim Goethe-Institut in Washington D.C. gelang es, Schulklassen mit amerikanischen Partnerschulen zu vernetzen und so einen direkten transatlantischen Informationsaustausch im Wahlprojekt zu ermöglichen.

Stand vom 4. November 2020, um 10:04 Uhr.