Erdkunde

Beschreibung

Erdkunde wird am MCG in der Sekundarstufe I in den Stufen 5, 7 und 9 mit jeweils 2 Wochenstunden unterrichtet. In der Sekundarstufe II hat die Schule ausschließlich Grundkurse im Fach Geographie mit durchschnittlich zwischen 13 und 32 Schülerinnen und Schüler. Ziel der Arbeit der Fachkonferenz Geographie ist die Vermittlung einer raumbezogenen Handlungskompetenz. Dieses Ziel soll insbesondere durch Unterrichtsbeispiele aus dem Nahraum, Lernen vor Ort, das Aufgreifen aktueller Fallbeispiele aus der Medienberichtserstattung und den Einsatz moderner Medien unterstützt werden. Formen des kooperativen Lernens sind als besonders wirksame Arbeits- und Lernform im Fach Geographie verankert. Gleichzeitig wird insbesondere die Förderung von Lernkompetenz in allen Unterrichtsvorhaben explizit berücksichtigt. Das Fach Geographie verfügt über eine nahezu vollständige Sammlung von Wandkarten, verschiedene Bodenproben zur Bodentypbestimmung, eigene DVD-Player, ein Tellurium sowie unterschiedliche Arbeitsmaterialien in digitaler Form (Arbeitsblätter, Karten, Filme). Darüber hinaus bietet die Schule die Möglichkeit mehrere Computerräume, sowie eine interaktive elektronische Wandtafel (Whiteboard) zu nutzen. Jeder Kurs hat einen Klassensatz von Schulbüchern und jede Schülerin/jeder Schüler einer Lerngruppe verfügt über einen Diercke Weltatlas (Ausgabe2) der gleichen Auflage. Für die Arbeit in der Oberstufe stehen weitere Ausgaben des Diercke Weltatlas und Haak Weltatlas in ausreichender Anzahl zur Verfügung.

Mitglieder

Vorsitz Stellv. Vorsitz Mitglieder
Herr Lögers Herr Doert Herr Böhme, Herr Caffier, Herr Doert, Herr Hörmeyer, Herr Lögers, Frau Matthée, Frau Wilms (StRef')

Lehrplan

„Die Geographie vertritt das Reisen und erweitert den Gesichtskreis nicht wenig. Sie macht uns zu Weltbürgern und verbindet uns mit den entferntesten Nationen. Ohne sie sind wir nur auf die Stadt, die Provinz, das Reich eingeschränkt, in dem wir leben. Ohne sie bleibt man, was man auch gelernt haben mag, beschränkt, begrenzt, beengt. Nichts bildet und kultiviert den gesunden Verstand mehr als die Geographie.“
Immanuel Kant

 

 JAHRGANGSSTUFE 5 (Terra – Erdkunde 1, Gy. NRW)

Themen:

– Sich Orientieren (Orientierung im Schulumfeld, Orientierung auf der Erde)

– Zusammenleben in unterschiedlich strukturierten Siedlungen (Globalisierung einer Stadt, Unterschiede in der Ausstattung von Stadt und Dorf,  Leben in Stadt und Land

– . Arbeit und Versorgung in Wirtschaftsräumen unterschiedlicher Ausstattung (Bedeutung ausgewählter Standortfaktoren sowie deren strukturelle Veränderungen, Veränderung von Strukturen in (Landwirtschaft und) Industrie)

– Produktion und Weiterverarbeitung von Nahrungsmitteln Landwirte versorgen uns (Landwirtschaftsgebiete in Deutschland )

– Auswirkungen von Freizeitgestaltung auf Erholungsräume und deren naturgeographisches Gefüge (Möglichkeiten der Freizeitgestaltung im Kontext der naturgeographischen Gegebenheiten und des touristischen Angebots in Küsten- und Hochgebirgslandschaften, physiognomische und sozioökonomische Veränderungen einer Gemeinde durch den Fremdenverkehr, das Konzept des sanften Tourismus als Mittel zur Vermeidung von Natur- und Landschaftsschäden Wohin in Ferien und Freizeit)

 

 JAHRGANGSSTUFE 7 (Terra – Erdkunde 2, Gy. NRW)

Themen:

– Sich orientieren (Beleuchtungszonen der Erde Beleuchtungszonen der Erde, Klimadiagramme auswerten)
– Leben und Wirtschaften in verschiedenen Landschaftszonen (Landschaftszonen als räumliche Ausprägung des Zusammenwirkens von Klima und Vegetation Landschaftszonen der Erde, Höhenstufen der Vegetation)

– Naturbedingte und anthropogen bedingte Gefährdung von Lebensräumen (Temperatur und Wasser als Begrenzungsfaktoren des Anbaues und Möglichkeiten der Überwindung der natürlichen Grenzen in Polargebieten und
Trockenräumen)

– Naturgeographisches Wirkungsgefüge des tropischen Regenwaldes und daraus resultierende Möglichkeiten und Schwierigkeiten ökologisch angepassten Wirtschaftens

– Naturbedingte und anthropogen bedingte Gefährdung von Lebensräumen (Bedrohung von Lebensräumen durch Georisiken (Erdbeben, Vulkane, Hurrikane))

– Bedrohung von Lebensräumen durch unsachgemäße Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt (Bodenerosion/Desertifikation, globale Erwärmung, Überschwemmungen)

 

JAHRGANGSSTUFE 9 (Terra – Erdkunde 3, Gy. NRW)

– Naturbedingte und anthropogen bedingte Gefährdung von Lebensräumen (Bedrohung von Lebensräumen durch unsachgemäße Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt (Bodenerosionen/Desertifikation, globale Erwärmung, Überschwemmungen) Ursachen des Klimawandels)
– Leben und Wirtschaften in verschiedenen Landschaftszonen (Die gemäßigte Zone als Gunstraum für landwirtschaftliche Nutzung, Agrarwirtschaft in und für Europa)

– Innerstaatliche und globale räumliche Disparitäten als Herausforderung (Verschiedene Indikatoren in ihrer Bedeutung für die Erfassung des Entwicklungsstandes von Wirtschaftsregionen und Staaten, Raumentwicklung auf der Grundlage von Ressourcenverfügbarkeit, Arbeitsmarktsituation und wirtschaftspolitischen Zielsetzungen, das Ungleichgewicht beim Austausch von Rohstoffen und Industriewaren als eine Ursache für die weltweite Verteilung von Reichtum und Armut auf der Welt, Chancen und Risiken des Dritte-Welt-Tourismus für die Entwicklung der Zielregion)

– Wachstum und Verteilung der Weltbevölkerung als globales Problem (Ursachen und Folgen der regional unterschiedlichen Verteilung, Entwicklung und Altersstruktur der Bevölkerung in Industrie- und Entwicklungsländern, sowie räumliche Auswirkungen politisch und wirtschaftlich bedingter Migration in Herkunfts- und Zielgebieten

– Wachsen und Schrumpfen als Problem von Städten in Entwicklungs- und Industrieländern

– Wandel wirtschaftsräumlicher und politischer Strukturen unter dem Einfluss der Globalisierung (Veränderungen des Standortgefüges im Zuge weltweiter Arbeitsteilung und Konkurrenz europäischer Regionen im Kontext von Strukturwandel, Transformation und Integration, Global Cities als Ausdruck veränderter Welthandelsbeziehungen)

 

 

EINFÜHRUNGSPHASE

UNTERRICHTSLEHRWERK
MENSCH UND RAUM · OBERSTUFE NORDRHEIN-WESTFALEN, GESAMTBAND, NEUBEARBEITUNG 2014

THEMEN:

Landschaftszonen als räumliche Ausprägung des Zusammenwirkens von Klima und Vegetation
sowie Möglichkeiten zu deren Nutzung als Lebensräume
– Das Klima – eine natürliche Grundlage von Lebensräumen
– Die Tropen – ein vielfältiger Lebensraum
– Die Subtropen und ihr Nutzungspotenzial
– Die gemäßigten Breiten – eine kontrastreiche Landschaftszone
– Die polare und subpolare Zone – an der Grenze zur Anökumene
– Klima- und Vegetationszonen der Erde

Gefährdung von Lebensräumen durch geotektonische und klimaphysikalische Prozesse
– Naturgefahren, Naturkatastrophen
– Blick in das Erdinnere
– Leben in Risikogebieten
– Natürliche Gefahrengebiete
– Globaler Klimawandel
– Mögliche Folgen der globalen Erwärmung

Leben mit dem Risiko von Wassermangel und Wasserüberfluss
– Dürre – eine weitere Gefährdung der Lebensgrundlage Boden
– Wüsten – die Trockenräume in den Subtropen
– Überschwemmungsgefährdete Gebiete

Fossile Energieträger als Motor für wirtschaftliche Entwicklungen und Auslöser politischer Auseinandersetzungen
– Kohle – Rohstoff mit Zukunft?
– Verlängert Fracking die fossile Zukunft?
– Braunkohlentagebau – Energiegewinnung mit vielen Auswirkungen
– Ökologische Probleme, Umsiedlungen
– Nigeria – Erdölexporte um jeden Preis?
– Handel mit Energierohstoffen
– Kernenergie – ein Auslaufmodell?
– Energiequellen und Energieverbrauch
– Weltenergiekonsum – ein Umweltproblem

Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung regenerativer Energien als Beitrag eines nachhaltigen
Ressourcen- und Umweltschutzes
– Regenerative Energiequellen
– Bioenergie – eine vielfältige erneuerbare Energie
– Die Folgen des steigenden Energierohstoffbedarfs
– Weltenergiekonsum – ein Umweltproblem
– Nachhaltigkeit in der Energiewirtschaft

QUALIFIKATIONSPHASE

UNTERRICHTSLEHRWERK
MENSCH UND RAUM · OBERSTUFE NORDRHEIN-WESTFALEN, GESAMTBAND, NEUBEARBEITUNG 2014

THEMEN:

Landwirtschaftliche Produktion im Spannungsfeld von Ernährung und Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung
Landwirtschaftliche Produktion in den Tropen vor dem Hintergrund weltwirtschaftlicher Prozesse;
Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Ressourcengefährdung und Nachhaltigkeit;
Demographische Prozesse in ihrer Bedeutung für die Tragfähigkeit von Räumen
– Shifting Cultivation
– Von der Subsistenzwirtschaft zur Marktorientierung
– Agrarkolonisation in Brasilien
– Palmölproduktion im tropischen Regenwald Indonesiens
– Landwirtschaft. Produktion in den Tropen vor dem Hintergrund weltwirtschaftlicher Prozesse
– Wasser und Boden – (Über-) Nutzung durch Landwirtschaft
– Ecofarming
– Ökologische Landwirtschaft
– Desertifikation und Hunger
– Nahrungsmittel aus aller Welt
– Ökologischer Landbau und „Biolebensmittel“ in Deutschland

Markt- und exportorientiertes Agrobusiness als zukunftsfähiger Lösungsansatz?
Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion in der gemäßigten Zone und in den Subtropen;
Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Ressourcengefährdung und Nachhaltigkeit
Industrialisierte Landwirtschaft
– Weizenanbau in den Great Plains
– Transformationsprozesse in der Landwirtschaft Deutschlands
– Der Negev – die Wüste wird bewässert
– Bewirtschaftung der Wasserressourcen (Mali)
– Weltbevölkerung zwischen Hunger und Überfluss
– Wie viele Menschen erträgt die Erde?
– Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Ressourcengefährdung und Nachhaltigkeit

Wirtschaftsregionen im Wandel – Einflussfaktoren und Auswirkungen
Strukturwandel industriell geprägter Räume
– Standortfaktoren
– Automobilindustrie weltweit
– Die Bedeutung des sekundären Wirtschaftssektors
– Ruhrgebiet: Vom „Kohlenpott“ zur metropleruhr
– Industrielle Transformationsprozesse in der Slowakei

Förderung von Wirtschaftszonen – notwendig im globalen Wettbewerb der Industrieregionen? Herausbildung von Wachstumsregionen
Internationale Arbeitsteilung – lokale und globale Produktionsstandorte
– Chinas Weg auf den Weltmarkt
– Singapur – ein Stadtstaat als Global City?
– Logistikstandort Duisport –mehr als ein Hafen
– Transportsysteme
– Entwicklungstheorien und Strategien
– Regionale Strukturförderung (in der EU)
– Clusterbildung in Deutschland

Städte als komplexe Lebensräume zwischen Tradition und Fortschritt;
Moderne Städte – ausschließlich Zentren des Dienstleistungssektors?
Merkmale, innere Differenzierung und Wandel
– Düsseldorf – innere Differenzierung einer Stadt
– Entwicklungsphasen der Stadt in Mitteleuropa
– Eine Stadt in Nordamerika – New York
– Suburbia in den USA
– Segregation in Lateinamerika
– Die Entwicklung von Paris und seinem Umland
– Hamburg: HafenCity: ein innerstädtisches Entwicklungsprojekt
– Singapur – ein Stadtstaat als Global City?

Metropolisierung und Marginalisierung – unvermeidliche Prozesse im Rahmen einer weltweiten Verstädterung
Metropolisierung und Marginalisierung als Elemente eines weltweiten Verstädterungsprozesses
– Lateinamerika – Metropolisierung am Beispiel von Mexiko-City
– Verstädterung der Erde
– Tokio – eine Metropole
– Ablauf und Folgen der Land-Stadt-Wanderung
– Marginalisierung / Mexiko-City

Die Stadt als lebenswerter Raum für alle? – Probleme und Strategien einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung
Demographischer und sozialer Wandel als Herausforderung für zukunftsorientierte Stadtentwicklung
– Stadtumbau in Deutschland
– Hamburg: HafenCity – ein innerstädtisches Entwicklungsprojekt
– Leitbild der nachhaltigen Stadtentwicklung
– Düsseldorf verändert sich

Globale Disparitäten – ungleiche Entwicklungsstände von Räumen als Herausforderung;
Bevölkerungsentwicklung und Migration als Ursache räumlicher Probleme
– Merkmale und Ursachen räumlicher Disparitäten
– Räume unterschiedlichen Entwicklungsstandes
– Globale Disparitäten als Herausforderung
– Länder unterschiedlichen Entwicklungsstandes
– Migration im 21. Jahrhundert
– Kernprobleme von Entwicklungsländern und Millenniumskampagne
– Entwicklungstheorien und –strategien
– Wie viele Menschen erträgt die Erde,
– Demographischer Wandel

Ähnliche Probleme, ähnliche Lösungsansätze? Strategien und Instrumente zur Reduzierung von Disparitäten in unterschiedlich entwickelten Räumen
Strategien und Instrumente zur Reduzierung regionaler, nationaler und globaler Disparitäten
– Raumordnung und Raumplanung in Deutschland
– Namibia: Die Strategie der Entwicklungspole und –achsen
– Leitbilder nachhaltiger Entwicklung
– Deutschland: Raumordnungskonzepte; Leitbilder der Raumentwicklung
– Modelle der Raumentwicklung
– Integrierte ländliche Entwicklung
– Von der Entwicklungshilfe zur Entwicklungszusammenarbeit
– Grenzregionen verbinden: die Euroregionen
– Europäische Raumentwicklungsmodelle
– Regionalfonds der Europäischen Union

Waren und Dienstleistungen – immer verfügbar? Bedeutung von Logistik und Warentransport
Entwicklung von Wirtschafts- und Beschäftigungsstrukturen im Prozess der Tertiärisierung
– Kommunikation und Logistik im Warenhandel
– Zunahme der weltweiten Tertiärisierungsprozesse
– Das Internet – digitale Revolution
– Global Cities – auf allen Kontinenten?
– Zunahme der weltweiten Tertiärisierungsprozesse
– Bedeutung von Logistik und Warentransport

Dienstleistungen in ihrer Bedeutung für periphere und unterentwickelte Räume
Wirtschaftsfaktor Tourismus in seiner Bedeutung für unterschiedlich entwickelte Räume
– Tourismusdestination Deutschland
– Grenzenloses Wachstum durch Tourismus? – Dubai
– Touristische Nachhaltigkeitskonzepte
– Touristische Aktivitäten